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Florian Hanauer zum Badeschiff

Kommentar Florian Hanauer zum Badeschiff

eich hinter dem Wrangelkiez in Berlin liegt ein Schubleichter in der Spree, in dem geschwommen werden kann. Schon seit vielen Jahren steigen Tausende Berliner und Touristen dort ins Wasser, ziehen ihre Bahnen oder planschen.

Die eigentlich simple Idee ist ein Erfolg geworden. Viele haben schon versucht, das zu kopieren: In Hamburg zum Beispiel war es Alt-Bürgermeister Ole von Beust (CDU) höchstpersönlich, der gleich fünf Badeschiffe an die Alster legen wollte. Darüber geriet sogar die schwarz-grüne Koalition in Zwist. Nach Monaten der Debatte wurde das Projekt ad acta gelegt, weil sich die Kosten von zwei auf vier Millionen Euro verdoppelt hatten.

 Soweit die Bedenken. Doch der Vorstoß des Kieler Sportdezernenten hat einen realistischen Rahmen: Ein einzelnes, gebrauchtes Badeschiff soll es werden. Auch in den Details wirkt das schon ausgegoren, etwa mit der Idee, das Schiff im Winter abzubauen oder Azubis aus der Großwerft in die Wartung einzubinden. Das Kieler Badeschiff sollte eine Ergänzung, keine Konkurrenz, zum neuen Hörn-Bad werden.

 Was aber noch mehr zählt: dass ungewöhnliche, kreative, aber auch realistische Ideen diskutiert werden, wie die Hörn belebt werden kann. Denn das Ende der Förde hat es nicht verdient, ein stiefmütterliches Dasein zwischen Jobcenter, Hörn-Campus und Bahngleisen zu fristen. Das Badeschiff könnte der Impuls sein, der dem Areal neuen Auftrieb verleiht und noch viele andere kreative Unternehmungen nach sich zieht. Das könnte weit über die Stadtgrenzen bekannt werden.

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Florian Hanauer

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