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Florian Hanauer zur CO2-Steuer

Kommentar Florian Hanauer zur CO2-Steuer

Robert Habeck hat sich den richtigen Ort ausgesucht: Auf der New Energy fordert der Minister, eine CO 2-Steuer einzuführen, indem die Preise für Zertifikate kräftig nach oben gesetzt werden. Der Applaus der Vertreter erneuerbarer Energien war ihm sicher, denn sie alle würden profitieren.

Eine CO 2-Steuer macht die Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen teuer – und ist damit zugleich eine Subventionierung der Erneuerbaren. Übrigens nicht nur dieser, zum Beispiel würde auch Strom aus Gaskraftwerken und Kernenergie – relativ zum Kohlestrom – günstiger.

Mit einer raffinierten Kombination aus Steuer- und Abgabensenkungen will Habeck die Angelegenheit für die Verbraucher „aufkommensneutral“ machen. Politisch dürfte das kaum durchsetzbar sein. In ganz Deutschland würde 20 Prozent weniger Strom aus Kohle produziert, wie eine Studie zeigt, wenn die CO 2-Zertifikate auch nur von sieben auf 25 Euro verteuert werden. Schon das dürfte auf erhebliche Widerstände stoßen. Habeck aber will den Preis gleich auf 75 Euro erhöhen.

Weil in Schleswig-Holstein viel Windstrom produziert wird, und es verhältnismäßig wenig Kohlekraftwerke gibt, könnte sich die Steuer volkswirtschaftlichen für den Norden rechnen und auch zu weniger CO 2-Ausstoß führen. Doch nach aller Wahrscheinlichkeit würde Strom teurer werden und auch Heizkosten würden steigen. Das muss man bedenken. Mit seiner Maximalforderung schießt der Minister übers Ziel hinaus.

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