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Frank Behling über das Image der Bundeswehr

Kommentar Frank Behling über das Image der Bundeswehr

Die Bundeswehr rüstet sich für die Zukunft. Die Hauptbedrohungen sind zunächst nicht Putins Panzer und U-Boote, sondern ihr Image. Wer sich heute für den Dienst an der Waffe entscheidet, hat nämlich auch Ansprüche und möchte Wertschätzung.

Mit erheblichem Aufwand versuchte die Bundeswehr zuletzt, Nachwuchs zu werben. Doch das Ergebnis war ernüchternd. 25 Prozent der freiwillig Wehrdienst leistenden Soldaten kündigte vorzeitig und suchte sich lieber in der freien Wirtschaft eine Zukunft. Dabei sind es genau diese jungen Soldaten, auf die die Truppe angewiesen ist.

Aus dieser Gruppe rekrutieren sich viele Zeitsoldaten für weitere Qualifizierungen bis hin zum Berufssoldaten. Die Zeiten, in denen Schulabgänger nach der Einstellung ohne zu Murren Kasernen mit kalkweißen Zimmern, sterilem Neonlicht und quietschenden Doppelstockbetten akzeptierten, sind Geschichte. Der moderne Soldat der Bundeswehr ist nicht nur Staatsbürger in Uniform, Seemann, IT-Experte oder sportlicher Kämpfer. Er hat auch Ansprüche. Neben Auslandseinsätzen und guter Bezahlung wollen die jungen Soldaten auch eine zeitgemäße Unterbringung an Standorten mit Lebensqualität. Moderne Kasernen liegen in Kiel, Koblenz oder Köln. Deshalb ist das Signal aus Kiel jetzt genau richtig. Der Umbruch der Kasernen muss da beginnen, wo es für das Wohlbefinden wichtig ist: den Unterkünften. Kiel ist damit bei der Werbeoffensive ganz vorn dabei.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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