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Frank Behling zum Wachstum im Kieler Hafen

Kommentar Frank Behling zum Wachstum im Kieler Hafen

Der Kieler Hafen wächst und wächst. Dem starken Halbjahr im Fährverkehr folgt jetzt ein starker Sommer im Kreuzfahrtbereich. Zum Saisonende im Oktober könnte bei der Abfertigung erstmals die Zahl von einer halben Million Kreuzfahrt-Touristen in Kiel erreicht werden. Eine stolze Leistung.

Bei den Liegeplätzen gerät Kiel noch lange nicht an seine Grenzen, bei den Terminals aber sieht es anders aus. Hier sind neue Investitionen bereits angekündigt. Fünf Millionen für ein neues Terminalgebäude stehen auf dem Programm. In Kiel wurden in den vergangenen zehn Jahren rund 25 Millionen Euro in neue Kreuzfahrtterminals investiert. Im nächsten Jahr startet der Ausbau des Ostseekais – eine Maßnahme, die für die großen Schiffe ab 2019 dringend erforderlich ist.

Einzig die An- und Abreise der Passagiere bereitet derzeit Kopfzerbrechen. Die Autobahnen nach Kiel sind gepflastert mit Baustellen, die Bahn hat Kiel beim Passagierverkehr aufs Regionalgleis verlegt. Die Verkehrsanbindung ist einer Landeshauptstadt nicht würdig. In Kiel selbst zeigte sich am Wochenende, dass die Zahl der Baustellen das Maß des Erträglichen erreicht hat: Staus in der Feldstraße, auf dem Westring, auf dem Theodor-Heuss-Ring, dazu die Sperrung des Knooper Wegs. Kiel ist beim Verkehrsfluss derzeit am Limit. Wenn dann auch noch Sperrungen durch Sportevents an der Kiellinie und den Kanalhochbrücken dazukommen, ist ein Chaos kaum zu vermeiden. In Zukunft muss die Frage der Planung von Baustellen stärker in den Mittelpunkt rücken.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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