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Frank Behling zur Autofähre in Kiel

Kommentar Frank Behling zur Autofähre in Kiel

Bis 1962 pendelte eine Autofähre zwischen dem Ost- und dem Westufer der Kieler Förde. Doch dann begann der Autoverkehr in Kiel so richtig zu boomen. Die Straße wurde bevorzugt. Die Situation am Theodor-Heuss-Ring ist deshalb hausgemacht.

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KN-Redakteur Frank Behling

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Die Konzentration des Autoverkehrs auf die Achse Ostring/Theodor-Heuss-Ring/Autobahn musste Folgen haben. Da eine Südspange als zusätzlicher Ring nicht vor 2030 Realität wird, gibt es nur die Förde als Alternative. Eine Autofähre zwischen Dietrichsdorf und Düsternbrook ist der einzige Ausweg.

 Es wurden bereits mehrfach Anläufe für derartige Fährprojekte genommen. Da aber im Kieler Rathaus für Fährverbindungen eine Rentabilität gefordert wird, endeten alle Fährschiffspläne in den Schubladen der Verwaltung. Kiels Stadtväter setzten lieber auf Beton, Brücken und Straßen. Nur soviel: Weder in Oslo noch in Göteborg oder Hamburg werden Fähren kostendeckend betrieben. In Hamburg können auch 4,5 Millionen Pendler die Linie 62 von Finkenwerder in die City nicht profitabel gestalten. Wenn aber die 4,5 Millionen Fahrgäste dieser Linie allesamt auf die Straße wechselten, wären Fahrverbote in Hamburg bald unvermeidbar. Deshalb schießt Hamburg Geld für die Fähren zu.

 Davon kann Kiel lernen. Bei einem Fährschiffsprojekt könnte die Stadt auch Fördermittel bekommen. Der Bau eines Fähranlegers an der Kiellinie könnte das Startsignal für die Neugestaltung der maroden Kiellinien-Kaimauer sein. Es muss nur ein Wille vorhanden sein.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Vom Ostuferhafen nach Düsternbrook könnte die Autofähre fahren.

In der Debatte, wie der Theodor-Heuss-Ring auf Dauer entlastet werden kann, gibt es einen überraschenden Vorstoß: Der Nautische Verein zu Kiel fordert eine stärkere Nutzung der Förde und bringt dafür die Idee einer Fährverbindung für den Pkw- und Lkw-Transport ins Spiel.

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