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Frank Behling zur Bundeswehr

Kommentar Frank Behling zur Bundeswehr

Jahrelang waren Schleswig-Holsteins Bundeswehrstandorte der Steinbruch für jeden Strukturmeißel eines Verteidigungsministers. Ursula von der Leyen hat jetzt den Kurswechsel eingeläutet. Die Zahl der Soldaten soll wieder steigen.

In zu vielen Bereichen ist die Truppe durch die Einsätze zwischen Mogadischu und Mali inzwischen am Limit. Zu allem Überfluss kommt nun auch noch eine Verschlechterung der Situation im Ostseeraum hinzu. Russland hat sich auf absehbare Zeit aus der Gemeinschaft der demokratischen Staaten verabschiedet. Zustand, Zahl und Ausrüstung der russischen Streitkräfte sind heute zwar weit von dem Niveau des Kalten Kriegs entfernt. Trotzdem reicht Russlands Potenzial für regionale Kriege. Die Bundeswehr muss als größte Nato-Marine im Ostseeraum eine Führungsrolle übernehmen. Bei den vier großen Seemanövern steht die deutsche Marine in den kommenden Wochen als Partner in der ersten Linie. Hinzu kommt die Stärkung der Präsenz in den Baltischen Staaten, die mit Schleswig-Holsteins Wirtschaft eng verbunden sind.

Für die Führungsrolle in der Ostsee benötigt die Bundeswehr vor allem die Marine. Deshalb ist der Entschluss zur Stärkung der Standorte in Schleswig-Holstein richtig. Das Seebataillon in Eckernförde, das neue Unterstützungsgeschwader in Kiel und die Kooperationen mit den Dänen und Niederländern sind der Schlüssel für Stabilität und Sicherheit im Ostseeraum.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Mehr Personal
Foto: Die Bundeswehr in Schleswig-Holstein wird personell aufgestockt.

Die Bundeswehr steht auch in Schleswig-Holstein vor einer Trendwende. Nachdem die Truppe im Zuge der vergangenen Reformen vor allem im Norden immer weiter reduziert worden war, soll das Personal nun erstmals wieder wachsen.

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