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Frank Behling zur Chance auf den Indien-Deal

Kommentar Frank Behling zur Chance auf den Indien-Deal

Es gibt heute zwei Produkte deutscher Werften, die weltweit Exportschlager sind. Es sind Kreuzfahrer und Kriegsschiffe. Beide Produkte stehen für Spitzentechnologie. So kommt es, dass inzwischen über Projekte verhandelt wird, deren Realisierung weit im nächsten Jahrzehnt liegt.

Besonders die Nachfrage nach U-Booten zieht global weiter an. Der Kurswechsel Chinas von einer defensiven Küstenmarine zu einer globalen Seemacht zeigt einen deutlichen Einfluss auf die Planungen vieler Länder Asiens. Die territorialen Streitigkeiten um Inseln, Wirtschaftszonen und Einflussgebiete befeuern die Rüstungsplanungen dort mit Nachdruck. Singapur hat bereits zwei U-Boote bei TKMS in Kiel bestellt. Indonesien, Vietnam, Pakistan und Indien planen die Neuanschaffung von U-Booten. Bis 2030 will Indien nach den USA und China die drittgrößte Seemacht in Asien werden. Neue Flugzeugträger und vor allem U-Boote stehen auf dem Wunschzettel der Regierung in Neu Dehli. Die Zahl der indischen U-Boote soll von heute 16 auf über 24 steigen. Die Kieler Werft hat bei dem laufenden Wettbewerb durchaus gute Chancen, zumindest einen Teil der Boote bauen zu dürfen. Vier indische U-Boote wurden bereits nach Kieler Plänen gebaut. Hinzu kommt, dass Rüstungsexporte nach Indien weit weniger problematisch als nach Pakistan oder auf die arabische Halbinsel sind. Indien ist eine Wirtschaftsmacht mit einer gefestigten Demokratie. Ein idealer Kunde.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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