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Frank Behling zur Chance der Werften

Kommentar Frank Behling zur Chance der Werften

Wie sich die Bilder doch ändern. 2006 wurden in Kiel neben U-Booten und Jachten noch Doppelhüllentanker und Containerschiffe gebaut. Die Werften hatten einen ausgewogenen Kunden- und Produktmix. Doch dann kam das Jahr 2008. Die Auswirkungen der Schifffahrtskrise sind bis heute zu spüren.

Der Bau von Containerschiffen und Tankern ist in Europa fast komplett eingestellt worden. Die Krise lässt große Banken und Reeder immer noch leiden. Der Bau von Handelsschiffen ist in Europa zum Aussterben verdonnert.

Ganz anders steht es um die Bereiche Marine und Megajachten. Diese beiden Geschäftsfelder haben nicht nur überlebt, sie sind heute die Säulen des Geschäfts. Dass darüber wenig geredet und diskutiert wird, ist für die Werften und die mehr als 3000 Schiffbauer in Kiel kein Schaden. Wichtig dagegen ist: Kunden, die Megajachten in Auftrag geben, brauchen keine Kredite und Bürgschaften. Und wer sich für 300 Millionen Dollar eine Jacht bauen lässt, will nicht nur kein Aufsehen, er feilscht auch nicht lange.

Megajachten sind aber auch deshalb als Auftrag interessant, weil für sie nicht selten die Technologie von Morgen angewendet wird. Anhand solcher Neubauprojekte erwerben und erhalten Schiffbauer Kompetenzen, die die Chance auf eine wirtschaftliche Zukunft bedeuten. Containerschiffe für Reeder zu bauen, die im globalen Wettbewerb keine Gewinne mehr erwirtschaften, bieten diese Chance nicht mehr.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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