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Frank Behling zur "Gorch Fock"

Kommentar Frank Behling zur "Gorch Fock"

Die „Gorch Fock“ ist wieder einmal in der Werft. Die Bark wird bald 60 Jahre alt. In diesem Alter sind Schiffe noch lange nicht schrottreif, sie brauchen aber liebevolle Pflege. Die Taktfolge der Werftüberholungen ist deshalb auch bei der „Gorch Fock“ immer kürzer geworden. Der Stolz der Marine muss neuesten Sicherheitsanforderungen entsprechen.

 Fast jährlich kommen neue Vorschriften für Arbeitsschutz, Schiffssicherheit oder Hygiene. Weit über zehn Millionen Euro mussten allein seit 2012 in die Bark investiert werden. Weitere Anpassungen stehen an. Der Anspruch an eine moderne und möglichst sichere Ausbildung ist in Deutschland groß."
"Nun stehen Umbauten für die automatisierte Überwachung des Segelschiffes bei Nacht während der Hafenliegezeiten in Kiel an. Auch die Besatzung muss ihren Dienst auf die EU-Arbeitszeitrichtlinie umstellen. Das alles kostet viel Geld. Für eine moderne Flotte steht jedoch die Bedeutung der Ausbildung auf einem Segelschiff außer Frage. Nirgendwo anders lernen Seeleute den Respekt vor Naturgewalten besser als dort. Deshalb nimmt die Zahl der Segelschulschiffe im Militärdienst wieder zu. Die Neubauprojekte anderer Nationen wie Oman, Indien, Türkei oder Algerien zeigen das. Erst vor vier Wochen lief das neue Segelschulschiff „El-Mellah“ für die Marine Algeriens in Danzig vom Stapel. Ein derartiger Neubau könnte auch der Deutschen Marine den Weg in die Zukunft ebnen.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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