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Frank Molter zu Angelique Kerber

Kommentar Frank Molter zu Angelique Kerber

Alter von 15 und 16 Jahren gewann die Schülerin Angelique Kerber zweimal den deutschen U18-Jugendmeistertitel, 2011 spielte sie nach elf Erstrunden-Niederlagen als Profi mit dem Gedanken, die Tenniskarriere an den Nagel zu hängen. In ihrem zweiten Zuhause bei den Großeltern in Polen entschied sie sich damals fürs Weitermachen.

Wenige Wochen später zog die Kielerin sensationell ins Halbfinale der US Open ein, um sich ab 2012 permanent in den Top Ten zu tummeln. Wenn Angelique Kerber also von Ups and Downs in ihrer Laufbahn erzählt, weiß sie, wovon sie spricht.

An Erfolgen hat die Nummer eins des deutschen Fed-Cup-Teams zwar schon so einiges vorzuweisen. Doch der Fluch, bei den Major-Events am Ende stets leer auszugehen, machte ihr immer schwer zu schaffen. Eines war bei der bodenständigen Norddeutschen dieser Tage deshalb besonders klar herauszuhören: Mit der jetzigen Chance, erstmals in einem GS-Finale nach einer der ganz großen Kronen im Tennissport greifen zu dürfen, wollte sie nicht der Öffentlichkeit etwas beweisen, sondern in erster Linie sich selbst. Wie heißt es immer? „Die Zeiten von Becker, Graf und Stich wird es nicht noch einmal geben.“ Aber wenn Kerber das Finale gewinnen sollte, wird das dem weißen Sport immerhin medial wieder einen Schub geben. Und Angelique Kerber sowieso. Schon mit ihrem Finaleinzug in Melbourne hat sie Historisches vollbracht. Das kann ihr keiner mehr nehmen.

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Australian Open
Foto: Angelique Kerber ganz entspannt. Die Kielerin hat gelernt, ihre Nervenschwäche zu bekämpfen und die Ruhe zu bewahren.

Wenn ein Tennis-Trainer Jubelgesänge für seinen Schützling anstimmt und Steffi Graf warten muss, bis ihre Glückwunsch-SMS gelesen wird, muss Außergewöhnliches passiert sein. Im Fall von Angelique Kerber bedeutet Außergewöhnliches: das erste Grand-Slam-Finale ihrer Karriere.

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