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Gerhard Müller zum Olympia-Referendum

Kommentar Gerhard Müller zum Olympia-Referendum

Wird 2024 in Hamburg und Kiel das olympische Feuer brennen? Im Augenblick scheint es so, als lodere zu viel Störfeuer auf. Vor dem entscheidenden Referendum am 29. November beschäftigt die Bürger zurzeit vor allem, wie das Flüchtlingsproblem vor ihrer Haustür gelöst werden soll.

Zum anti-olympischen Brandsatz droht zudem die DFB-Krise wegen der dubiosen Vergabe der Fußball-WM 2006 auszuarten. Der damit verbundene Eindruck, internationale Sport-Events könnten nur mit einer ebenso massiven wie unlauteren Finanz-Offensive an Land gezogen werden, dient sicherlich nicht der Vertrauensbildung.

In Hamburg wird die Anzahl der Institutionen, die auf Distanz zur Olympia-Bewerbung gehen, nicht geringer. Der Rechnungshof und Wirtschaftsprofessoren haben schon vor finanziellen Risiken gewarnt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland gab ebenso kein grünes Licht wie der Zukunftsrat. Viel Gegenwind für die Olympia-Organisatoren auf der Zielgeraden.

Was macht ein Sportler in einer solchen Situation? Er kämpft. Das verdeutlichte Alfons Hörmann nun in Kiel. Der DOSB-Präsident weiß, dass alle Befürworter die Zeit bis zum Bürgerentscheid intensiv zur Meinungsbildung nutzen müssen. Scheitert nach Münchens Bewerbung um die Winterspiele 2022 auch Hamburg frühzeitig, kann Deutschland sich für Jahrzehnte als Gastgeber von internationalen Wettbewerben verabschieden.

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Gerhard Müller
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Interview mit Alfons Hörmann
Foto: DOSB-Präsident Alfons Hörmann (Mitte) im Gespräch mit den KN-Redakteuren Kristian Blasel (links) und Gerhard Müller im Kieler Kaufmann.

Alfons Hörmann (55) ist seit 2013 Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. Vor seinem Vortrag am Montagabend im Kieler Kaufmann sprach der Unternehmer aus Oberbayern mit den KN-Redakteuren Kristian Blasel und Gerhard Müller über die Olympia-Bewerbung von Hamburg und Kiel um die Sommerspiele 2024.

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