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Gerhard Müller zur Fifa

Kommentar Gerhard Müller zur Fifa

Engländer und Deutsche waren abgesehen von Diego Maradonas „Hand Gottes“ an den gravierendsten Fußball-Fehlentscheidungen der WM-Historie beteiligt. Finale 1966, Pech für Deutschland. Das Wembley-Tor, war – natürlich – nicht drin. Achtelfinale 2010, Glück für Deutschland: Der Schuss von Frank Lampard fliegt von der Latte hinter Manuel Neuer über die Linie, doch Schiedsrichter Jorge Larrionda erkennt den Treffer nicht an.

Es sind Szenen wie diese, die Stoff für Sozialromantiker sind.

Vor einer Woche saß auch Ex-Nationalspieler Jens Nowotny bei Sky und sprach sich gegen den Videobeweis aus. Solche Ewiggestrige eint ein absurdes Argument: Fehlentscheidungen sind gut, über sie lässt sich vortrefflich diskutieren, an Stammtischen oder in geistreichen TV-Talks mit großartigen Experten wie Oliver Pocher. Folglich sollten technische Hilfsmittel im Abseits bleiben. So ignorant wurde noch nicht einmal in der Steinzeit gedacht. Hätte der Homo Erectus ähnlich gehandelt, hätte er die Nutzung des Feuers glatt verschlafen.

Dass sich die eher konservativen Regel-Päpste des Fußball-Weltverbandes Fifa am Sonnabend endlich dazu durchrangen, den Videobeweis in einer Testphase einzuführen, ist eine überfällige Entscheidung. Gleichzeitig kassierten sie auch noch die überzogene Triple-Strafe bei Elfmetern teilweise ein. Fehler im System bearbeitet – die Herren scheinen einen guten Tag gehabt zu haben. Mal was Neues bei der Fifa.

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