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Gunda Meyer zur Wohnungsnot

Kommentar Gunda Meyer zur Wohnungsnot

Die Wohnungsnot der Studierenden ist zwar gewaltig. Aber eigentlich ist sie nur ein Beispiel für das generelle Wohnungsproblem, das Menschen mit kleinem Geldbeutel in Kiel haben. Es sind nicht nur die mehr als 1000 Studierenden, die in diesem Herbst noch keine Bleibe in der Landeshauptstadt haben.

Kiel. Auch viele junge Menschen, die ihre Ausbildung beginnen, suchen Wohnungen, weil ihr Ausbildungsort zu weit entfernt von den elterlichen vier Wänden liegt. Gleiches gilt für Soldaten, die das 25. Lebensjahr vollendet haben: Sie dürfen seit diesem Jahr nicht mehr auf den Schiffen übernachten und müssen daher nach einer Bleibe in der Stadt Ausschau halten. Und obendrauf kommen noch diejenigen, die auf Sozialwohnungen angewiesen sind.

130.000 Wohnungen in der Stadt: Das klingt erstmal beeindruckend. Aber viele davon sind nicht bezahlbar – nur drei Prozent der Wohnungen sind öffentlich gefördert. Gleichzeitig stehen viele Bundesgebäude, die für Flüchtlinge bereitgestellt wurden, weitestgehend leer, wie die ehemalige Bundeswehrfachschule in der Herthastraße, in der nur noch 30 Flüchtlinge leben. Ein langfristiger Umbau zu einem Studentenwohnheim von Gebäuden wie diesem sollte baulich keine große Meisterleistung sein und würde nicht nur den Wohnungsmarkt etwas entlasten. Ganz nebenbei könnte die Stadt die bundesweit schlechteste Versorgungsquote von Studierenden mit Wohnheimplätzen (5,6 Prozent) aufpolieren.

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Wohnungsnot in Kiel
Foto: Lena Schadte ist eine von 22 Kielern, die für Studierende im Rahmen der Asta-Aktion „Deine Couch für Erstis“ eine Schlafmöglichkeit bereit halten.

Der Druck ist riesig. Vor den schwarzen Brettern an der Uni scharen sich Studierende auf der Suche nach einer Bleibe, haben eine frustrierende Wohnungsbesichtigung nach der anderen oder sitzen weinend beim Mieterverein auf Hilfe hoffend. Sie alle haben dasselbe Problem: eine bezahlbare Wohnung in Kiel finden.

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