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Heike Stüben zu G9

Kommentar Heike Stüben zu G9

Der Koalitionsvertrag ist noch gar nicht in Kraft, da bestimmt die Rückkehr zum G9-Standard schon die Diskussionen an den Schulen im Land. In den Kollegien der Gymnasien brechen alte Konflikte wieder auf. Elternvertreter müssen sich auf Elternabenden outen, wie sie denn zu dem Thema stehen.

In Grundschulen diskutieren Elternvertreter, wie sie Einfluss nehmen können auf den künftigen Weg der Gymnasien. Und Gemeinschaftsschulen fühlen sich um ein Beinah-Alleinstellungsmerkmal gebracht.

 Die künftige Bildungsministerin steht gleich zu Beginn ihrer Amtszeit vor einer Bewährungsprobe. Sie muss alle einbinden in einen schwierigen Prozess, der mehr sein muss als die Rolle rückwärts. Der Zeitplan ist dabei eng. Als Schwarz-Gelb im September 2009 antrat, um G8 einzuführen, vergingen allein fast eineinhalb Jahre bis das Schulgesetz geändert war. Und am Ende fühlten sich viele Lehrer, Eltern und Schüler trotzdem überrollt. Das darf nicht wieder passieren. Schon deshalb sollte die Zielmarke 2019/20 nicht unantastbar sein.

 Zudem müssen die Inhalte von G8 und G9 überdacht und sichergestellt werden, dass niemand bei der Lehrerausstattung benachteiligt wird – und zwar vor den Abstimmungen in den Schulkonferenzen. Und dann sind da noch die Forderungen der Kommunalen Spitzenverbände. Denn G9 bedeutet auch mehr Raumbedarf. Das alles wird kosten.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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