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Heike Stüben zu den Gesundheits-Apps

Kommentar Heike Stüben zu den Gesundheits-Apps

Gesundheits-Apps sind in. Leicht installiert, der stete Output an Daten garantiert, als Instrument zur „Selbstoptimierung“ gepriesen. Da erscheint die Frage, was mit den Gesundheitsdaten passiert, eher nebensächlich. Doch es muss die erste Frage sein, sollen die Daten nicht zum Bumerang werden.

Nicht nur, weil man mit Werbung von irgendwelchen Gesundheitsmittelchen, Fitnessgeräten und anderen Angeboten traktiert wird. Sondern weil man verletzbar wird: Wer seine App-Daten in sozialen Netzwerken teilt, mag das harmlos finden. Das wird sich schlagartig ändern, wenn er bei seiner Jogging-Runde plötzlich gestalkt wird. Die App-Nutzung bis zum Ende denken, bevor man sie installiert, fordern deshalb die Datenschützer.

 Doch um den Rat zu befolgen, muss man sich durch oft ellenlange Datenschutzerklärungen quälen und bekommt doch nicht alle Fragen beantwortet. Genau das aber müssen Nutzer einfordern. Denn Fitness-Apps sind erst der Anfang. Smarte Kleidung, die über eingearbeitete Edelstahlfäden unsere Vitaldaten misst, ist das Nächste. Und irgendwann sind es Mikrochips unter der Haut, die unsere Vitalfunktionen erfassen.

 Von Anfang an kommt es auf Datensicherheit und die konkrete Anwendung an. Smarte Kleidung kann bei einem Baby ein Segen sein, wenn es den plötzlichen Kindstod verhindern hilft. Beim Job im Büro kann sie zum Überwachungsinstrument werden.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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