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Heike Stüben zum Baby-Boom

Kommentar Heike Stüben zum Baby-Boom

Geburten sind ein hochemotionales Erlebnis. Jede Mutter weiß, wie wichtig es für den Geburtsverlauf ist, dass man sich und das Baby gut aufgehoben fühlt. Deshalb ist auch die Diskussion um Geburtskliniken immer emotionsgeladen. Und das macht die Geburtsabteilungen selbst anfällig, wie der Fall Niebüll zeigt.

Dort wurden Gerüchte über ein Aus der Geburtshilfe in Umlauf gebracht, dann die Engpässe beim Personal öffentlich gemacht. Die gibt es heute zwar mehr oder minder an jeder Klinik. Doch wird an einer Geburtsklinik bekannt, dass Ärzte oder gar Hebammen fehlen, dann kann das eine gefährliche Abwärtsspirale in Gang setzen.

Denn werdende Eltern wollen nicht das Risiko eingehen, dass im entscheidenden Moment die Klinik bereits geschlossen oder nicht ausreichend Personal vorhanden ist. Folge: Die Geburtenzahlen gehen zurück, das Interesse der Klinik, die Geburtshilfe aufrechtzuerhalten, sinkt. Denn Geburtshilfe rentiert sich erst bei 800, besser 1000 Geburten im Jahr.

In Preetz erreicht man das nicht. Dennoch hält man die Geburtsabteilung aufrecht. Die Klinikleitung findet, dass Sterben und Geborenwerden zu einem Krankenhaus gehören. Deshalb hat man gerade erst wieder in die Ausstattung der Geburtshilfe investiert. Unter Renditegesichtspunkten unklug. Aber eine Haltung, die bei Eltern ankommt. Und die es sicher leichter macht, auch künftig genug engagiertes Personal zu finden.

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Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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Grafik: Geburtskliniken in Schleswig-Holstein

Die Schleswig-Holsteiner haben immer mehr Lust auf Nachwuchs. Nachdem es bereits 2015 einen deutlichen Anstieg auf 22000 Geburten im Land gab, melden etliche Kliniken nun: Der positive Trend hat sich im ersten Halbjahr 2016 sogar noch verstärkt.

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