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Heike Stüben zum Kieler-Woche-Programm 2015

Kommentar Heike Stüben zum Kieler-Woche-Programm 2015

Ein pralles Programm, das meiste davon kostenlos zu genießen – das erwarten die Besucher traditionell von der Kieler Woche, und das sollen sie auch dieses Mal bekommen. Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht. Auch wenn nicht gerne darüber gesprochen wird in Zeiten der Vorfreude: Nachdem mit Veolia einer der Hauptsponsoren weggebrochen war, stand so manches auf der Kippe.

Dass man dies dem Programm – zumindest auf dem Papier – nicht ansieht, ist Ergebnis harter Arbeit. Denn den Kieler-Woche-Machern ist es gelungen, den großen Sponsor durch viele kleine Förderer zu ersetzen. Die vielfach befürchtete Anhebung der Standgebühren etwa konnte so vermieden werden. Wer also in dieser Kieler Woche etwas zu meckern hat, der sollte dran denken: Es hätte viel schlimmer kommen können.

Natürlich gibt es keine Spielräume mehr für kostspielige Neuerungen. Aber müssen die Angebote jedes Jahr noch größer, die Events schillernder, die Künstler noch bekannter werden? Es ist gut, dass Kiel aus der Not eine Tugend macht. Dass man von Jahr zu Jahr qualitative Verbesserungen sucht, die finanziell machbar sind. Mehr Aktivitäten anstelle von purem Konsum, mehr Kreativität und Nachwuchs aus der Region, mehr Inklusion statt Exklusivität – auch das kann heute ein Markenzeichen sein.

Von dem immer größer, immer schöner sind wir doch ohnehin satt. Die Träger des Weltwirtschaftlichen Preises 2015, die alle mutig neue Wege gegangen sind, sind da ein guter Kompass.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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