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Heike Stüben zum Wohnbauatlas Kiel

Kommentar Heike Stüben zum Wohnbauatlas Kiel

8000 neue Wohnungen soll der Masterplan der Stadt den Kielern bringen, weitere 1800 soll das Landesprogramm ermöglichen. Bisher waren das vor allem Absichtsbekundungen.

Kiel. Und auch die 1036 Baugenehmigungen im vergangenen Jahr änderten daran nicht viel. Denn bis die Häuser stehen, die meisten Wohnungen bezogen werden können, dauert es noch. Der Wohnbauatlas macht die Pläne jetzt konkret und vorstellbar. Vor allem zeigt er ein systematisches Vorgehen, lässt eine Strategie in dem Mammutprojekt erkennen. Er zeigt aber auch die Grenzen der Stadt auf.

Denn die Stadt verfügt nur noch über eine überschaubare Zahl an Grundstücken. Die 200 Wohnungen, die jetzt auf kommunalem Lücken-Grund entstehen sollen, sind ein Tropfen auf den heißen Stein angesichts von 21000 Wohnungen, die bis 2030 gebaut werden müssen. Das wirkt auf den ersten Blick hilflos. Doch erstens kann die Stadt noch einige Grundstücke – mit der Auflage 30 Prozent Sozialwohnungsbau – veräußern und auf eigenen bebauten Grundstücken neu bauen. Zweitens, und das ist noch wichtiger, muss sie ein Signal setzen, ein Klima des gemeinsamen Aufbruchs schaffen. Das gilt für die Wohnungsbaubranche. Das gilt aber vor allem für die Nachbarn vor Ort. Das Recht auf gutes Wohnen wird selbstverständlich für sich selbst proklamiert, anderen aber oft nicht zugebilligt. Diese Einstellung zu ändern, das wird die eigentliche Hürde für Kiel.

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Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Das Land will das Containerdorf für Flüchtlinge am Nordmarksportfeld zum Jahresende auflösen. Die Stadt möchte dort Wohnungen bauen lassen und hofft auf das Verständnis der Nachbarn.

Die Stadt Kiel will alle Register ziehen, um mehr Wohnungen zu schaffen. In einem Wohnbauatlas wurden deshalb alle städtischen und privaten Grundstücke erfasst, auf denen noch Wohnungen entstehen können.

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