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Heike Stüben zum sozialen Wohnungsbau

Kommentar Heike Stüben zum sozialen Wohnungsbau

Die große Zahl an Flüchtlingen stellt uns vor viele Probleme. Doch statt sich immer nur auf das zu fixieren, was schwierig ist, sollten wir den Blick endlich einmal auf das lenken, was geht.

Das Beispiel sozialer Wohnungsbau zeigt: Plötzlich ist vieles möglich.

Da vergeben Verwaltungen Baugenehmigungen in Rekordzeit. Da entwickeln Architekten reihenweise kluge und ansehnliche Lösungen für nachhaltiges Bauen. Da tun sich Baufirmen und Handwerksbetriebe zusammen, um die Aufträge im Land zu halten. Da zeigen Firmen soziale Verantwortung und bauen nicht nur Wohnungen, sondern binden dabei Flüchtlinge mit ein. Da wird ein Mustermietvertrag für Flüchtlingswohnungen entwickelt, der bundesweit zu einem Renner wird.

Alles aus der Not geboren – und am Ende ein Gewinn für viele. Denn jahrzehntelang wurde der soziale Wohnungsbau im Land vernachlässigt. Wer eine preiswerte Wohnung im Raum Kiel, im Hamburger Speckgürtel oder auf den nordfriesischen Inseln sucht, kann ein Lied davon singen. All die Mahnungen haben wenig bewirkt, die Veränderungsbereitschaft hinkte meilenweit dem Bedarf hinterher.

Jetzt wird geklotzt. Weil viele Bürger nicht auf die Probleme starren, sondern sich fragen: Wie lässt sich das sinnvoll und lebensnah lösen? Sie handeln, wo andere lamentieren und nur die Krise sehen. Schleswig-Holstein zeigt, was in ihm steckt.

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Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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Bauboom
Foto: Dieser Neubau in Kronshagen ist bereits nach dem Kieler Modell entstanden.

Die Flüchtlinge lösen in Schleswig-Holstein einen Bauboom im sozialen Wohnungsbau aus. Vor allem Städte und größere Gemeinden stehen Schlange, um das Förderprogramm des Landes zu nutzen: In kurzer Zeit haben sich Interessenten für die Förderung von 1600 Wohneinheiten gemeldet.

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