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Jan von Schmidt-Phiseldeck zu den Immobilienpreisen

Kommentar Jan von Schmidt-Phiseldeck zu den Immobilienpreisen

Für Schnäppchenjäger oder auch Normalverdiener ist die Lage auf dem Immobilienmarkt derzeit alles andere als rosig. Die Preise für Häuser und Wohnungen klettern von Jahr zu Jahr in neue Höhen, auch in bislang wenig gesuchten Lagen. Und ein Ende der Preisrallye ist nicht in Sicht.

Der Gründe dafür liegen auf der Hand: Aufgrund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank sind die Bauzinsen auf ein historisches Tief gefallen, lukrative und sichere Alternativanlageformen kaum zu finden. Wer sich aus Altersgründen verkleinern, als Investor sein Geld anlegen oder als Mieter endlich in die eigenen vier Wände ziehen möchte, sondiert einen immer kleineren Angebotsmarkt.

Die Folge: Die Preise ziehen weiter an, manche Experten warnen bereits vor einer Immobilienblase. Verlierer der Preisrallye sind dabei insbesondere Käufer, die nicht über ein kräftiges Eigenkapitalpolster verfügen. Ihnen nützt auch der Niedrigzins wenig, weil Banken aufgrund der verschärften Wohnimmobilienrichtlinie Kunden auf nachhaltige Zahlungsmöglichkeiten hin überprüfen müssen.

Doch auch der potente (Privat-)Investor, der sein Geld in „Betongold“ anlegen möchte, muss ganz genau hinschauen. Wenn nämlich wieder mehr gebaut wird oder ein Standort plötzlich an Attraktivität einbüßt, bleibt von einer gewünschten Rendite womöglich nichts mehr übrig. Genaue Marktbeobachtung ist deshalb das Gebot der Stunde.

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Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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