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Jan von Schmidt-Phiseldeck zum Immobilienmarkt

Kommentar Jan von Schmidt-Phiseldeck zum Immobilienmarkt

Preisrallye, überhitzte Märkte, Blasenbildung: Seit etwa 2010 wird es auch im Norden immer teurer, Häuser oder Grundstücke zu kaufen. Grund dafür ist die hohe Nachfrage nach Immobilien, beflügelt durch Mini-Bauzinsen und mangelnde Anlagealternativen.

Kiel. Weil gleichzeitig das Angebot an Häusern und Wohnungen bei Weitem nicht ausreicht, um die Wünsche der Käufer zu befriedigen, geraten akzeptable Immobilien für Normalverdiener oft außer Reichweite.

Eine schnelle Umkehr dieser Entwicklung ist, trotz einiger anderslautender Prognosen von Branchenexperten, derzeit nicht in Sicht. Und das hat Gründe: Baugeld bleibt weiterhin billig, die Nachfrage aufgrund positiver wirtschaftlicher Rahmendaten ungebrochen hoch, die Bautätigkeit hinkt weiter hinterher.

Doch auch die seit Jahren währende ungesunde Überhitzung des Marktes stößt an ihre Grenzen. Gerade in Ballungsräumen wird nicht mehr jeder Preis gezahlt. Auch der Gesetzgeber greift steuernd ein: zum Beispiel durch die Wohnimmobilienkreditrichtlinie oder ein Gesetz, das eine Immobilienblase verhindern soll.

Und weil auch die Kaufpreise in den vergangenen fünf Jahren die Mietpreise überflügelt haben, könnten sich die Immobilienpreise zumindest stabilisieren – wenn auch auf hohem Niveau. Wer sich mit dem Gedanken trägt, sein Haus zu verkaufen, sollte genau den Markt beobachten. Das gilt ebenso für potenzielle Käufer: Wer kühlen Kopf bewahrt und auf Zeit spielt, macht nichts falsch.

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Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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