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Jens Kiffmeier zum Flughafen Lübeck

Kommentar Jens Kiffmeier zum Flughafen Lübeck

Es ist vollbracht: Der Flughafen Lübeck-Blankensee hat wieder einen neuen Eigentümer – zum fünften Mal in elf Jahren. Statt ominöser Investoren aus der großen weiten Welt übernimmt jetzt mit dem Unternehmer Winfried Stöcker ein Mann aus der Region den Pleiten-Airport.

Lübeck. Das weckt die Hoffnung, dass das lange Hin und Her nun beendet wird. Doch zu großer Euphorie sollte man sich nicht hinreißen lassen. Denn die Zeit der Regionalflughäfen ist längst vorbei.

Sicher, Stöcker ist ein erfahrener Geschäftsmann und sein Einstieg ins Flughafengeschäft verspricht mehr Kontinuität als bei seinen Vorgängern. Aber Standortpatriotismus alleine reicht nicht. Ein Erfolg sei ihm gegönnt. Aber das Risiko, dass sich der Niedergang des Flughafen doch nicht aufhalten lässt, ist enorm groß. Stöckers Konzept, mit Businessfliegern und – vielleicht später einmal wieder – mit Urlaubsfliegern den wirtschaftlichen Erfolg in Lübeck zu sichern, ist alles andere als innovativ. Das haben vor ihm auch schon andere vergeblich versucht – in Frankfurt-Hahn oder Kassel-Calden. Und Lübeck hat noch ein zusätzliches Problem: nämlich die Nähe zum Hamburger Airport mit seinen nationalen und internationalen Verbindungen. Die Frage, was ein paar Kilometer entfernt einen zusätzlichen Flugplatz rechtfertigen würde, bleibt weiterhin unbeantwortet.

Stöckers Einstieg ist mutig. Aber es scheint mehr ein Prestigeprojekt zu sein. Eine wirtschaftliche Notwendigkeit gibt es dafür nicht.

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Jens Kiffmeier
Wirtschaftsredaktion

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Foto: Der Flughafen Lübeck soll verkauft werden.

Die Hängepartie um den Flughafen Lübeck-Blankensee ist beendet. Der Medizintechnik-Unternehmer Stöcker kauft den Airport. Lübeck und die Nordländer würden profitieren – verspricht er. Auch für sich selbst sieht der neue Eigner Vorteile – auf dem Weg zur Arbeit.

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