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Jörn Genoux zu Finanzinvestoren in Pflegeheimen

Kommentar Jörn Genoux zu Finanzinvestoren in Pflegeheimen

Die Finanzbranche hat eine neue Anlagenische entdeckt. Mit Pflegeheimen lässt sich Profit machen – genauer gesagt: mit den Pflegeimmobilien. Es gibt eine große Nachfrage. Und in den nächsten Jahren müssen dringend weitere Pflegeplätze hinzukommen und viele bestehende Heime saniert werden.

Neubau und Sanierungen in großem Umfang werden aber nur möglich sein, wenn privates Kapital dafür aufgebracht werden kann. Man mag dabei ein komisches Gefühl haben. Finanzinvestoren, die in die Pflege investieren und gleichzeitig an einer möglichst hohen Rendite interessiert sind. Passt das zusammen?

Das kann es durchaus. Denn längst nicht jeder Finanzinvestor will in kurzer Zeit möglichst viel aus seiner Investition herausholen. Unter den Investoren sind auch solche, die ein sehr langfristiges Geschäft betreiben und daher schon an einer nachhaltigen Entwicklung ihrer Anlageobjekte interessiert sind, Lebensversicherer und Pensionsfonds beispielsweise.

Das Wohl und Wehe der Menschen, die in den Pflegeeinrichtungen leben, hängt nicht in erster vom Eigentümer der Immobilie ab, sondern vom Besitzer. Die Qualität der Pflege gewährleistet zunächst der Betreiber einer Einrichtung. Allerdings kann auch der Immobilieneigentümer einen wichtigen Beitrag dazu leisten, indem er nicht über die Miete den Kostendruck erhöht und indem er für eine zeitgemäße Ausstattung sorgt.

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