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Jörn Genoux zum Frühjahrsgutachten

Kommentar Jörn Genoux zum Frühjahrsgutachten

Ach, diese Prognosen der Ökonomen: „Deutsche Wirtschaft stagniert – Jetzt die Wachstumskräfte stärken“ das war der Titel des Gemeinschaftsgutachtens im Herbst. Damals, keine sechs Monate ist es her, schraubten die Experten die Erwartungen für 2015 deutlich herunter. Gerade einmal 1,2 Prozent Wachstum trauten sie der deutschen Wirtschaft zu. Und jetzt?

Gelang es etwa wie durch ein Wunder, innerhalb kürzester Zeit die Wachstumskräfte zu stärken? Wohl kaum. Es sind vor allem eine Reihe von Sonderfaktoren, die dazu führen, dass die Ökonomen nunmehr auf ein Plus von 2,1 Prozent kommen: niedrige Zinsen, tiefer Ölpreis und ein gesunkener Euro-Kurs. Hinzu kommt die nach wie vor stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt und die damit einhergehende gute Konsumstimmung der Verbraucher.

Man sollte daher nicht so sehr auf diese Zahl fixiert sein. Denn ob es nun am Jahresende 2,1 Prozent Wachstum sein werden oder dann doch etwas weniger – das ist kaum von Belang. Wichtiger als die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts ist der Blick darauf, ob die deutsche Wirtschaft mittelfristig wettbewerbsfähig bleiben kann. Und da sind einige Risiken zu sehen, zwei seien beispielhaft genannt: Manche Betriebe haben schon jetzt große Probleme, gut ausgebildete Fachkräften zu finden. Hier muss Zuwanderung geregelt und Ausbildung weiter verbessert werden. Und schließlich sind massive Investitionen ins Bildungssystem notwendig. Geld dafür sollte dank sprudelnder Steuereinnahmen vorhanden sein

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