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Jörn Genoux zur Industrie in Schleswig-Holstein

Kommentar Jörn Genoux zur Industrie in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein hat starke Industrieunternehmen, keine Frage. Und das sind ganz sicher die Großen aus den Bereichen des Schiffbaus, der Chemie, der Ernährungswirtschaft oder der Medizintechnik. Aber zu nennen sind vor allem auch die kleinen und mittleren Betriebe mit 50 bis 150 Mitarbeitern, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten und unter denen sich etliche Weltmarktführer befinden.

Das ist die eine Seite. Die andere benannte gestern der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Nordmetall, Nico Fickinger. Wir erleben seit Jahren in Schleswig-Holstein einen Prozess der schleichenden Deindustrialisierung. Zahlreiche Betriebe haben geschlossen oder Stellen abgebaut, kleinere Zulieferer haben so die Existenzbasis verloren. Die ganz großen Einschnitte gab es in jüngerer Zeit zwar nicht, aber dieser schleichende Abbau-Prozess hält an.

Und daher ist es höchste Zeit für dieses Bündnis für Industrie. Land, Wirtschaft und Gewerkschaften haben in den vergangenen Monaten eine Initiative auf den Weg gebracht, mit der unter anderem die Bedeutung der Industrie wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden soll. Ja, wir entwickeln uns zu einer Dienstleistungsgesellschaft. Aber nicht wenige dieser erfolgreichen Dienstleister, zum Beispiel IT-Unternehmen, leben von der Industrie. Vom verarbeitenden Gewerbe gehen zahlreiche Innovationen aus. Und es bietet in der Regel langfristig sichere und gut bezahlte Jobs.

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Landesregierung
Foto: Ministerpräsident Torsten Albig (4.v.r.) saß mit Meinhard Geiken (v.li./IG Metall), Uwe Polkaehn (DGB) Ulf Kämpfer (OB Kiel), Uwe Beckmeyer (Bundesregierung), Minister Reinhard Meyer, Michael Thomas Fröhlich (UV Nord) und Jörg Orlemann (IHK) in der ersten Reihe.

Die Landesregierung will die Industrie im Land stärken. Zusammen mit Wirtschaft und Gewerkschaften wurde daher ein „Bündnis für Industrie“ geschmiedet, das am Mittwoch in Büdelsdorf offiziell beschlossen wurde.

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