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Jürgen Küppers zu Jobs für Flüchtlinge

Kommentar Jürgen Küppers zu Jobs für Flüchtlinge

Noch haben Flüchtlinge, Kommunen und Land andere Sorgen, als sich um die Eröffnung beruflicher Perspektiven für Menschen aus den Krisengebieten dieser Welt zu kümmern. Doch bald werden sich diese Fragen unweigerlich in den Vordergrund schieben: Was sollen, was dürfen die vielen Flüchtlinge hier tun? Unter welchen Bedingungen lassen wir ihre Integration auch in den Arbeitsmarkt zu?

Schon jetzt deutet sich dazu im Norden ein Spannungsfeld an. Viele Arbeitgeber wollen Flüchtlingen gerne die Chance auf einen Job oder eine Ausbildung eröffnen – nicht nur vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels. Doch so richtig zusammen kommen beide Seiten noch nicht.

Die größte Hürde dabei ist die deutsche Sprache. So anerkennenswert das Engagement der vielen ehrenamtlichen Sprachlehrer auch ist. Es reicht nicht, um Flüchtlinge auf den Alltag in Betrieben oder Berufsschulen vorzubereiten. Und ohne diese Kenntnisse helfen selbst die qualifiziertesten Schul- oder Studienabschlüsse ihrer Heimatländer nicht – wenn es sie überhaupt gibt. Und das ist die nächste Hürde: Dokumente zu Schulbesuch, Studium oder praktischen Erfahrungen in Berufen können Flüchtlinge oft nicht vorweisen. Als Bremsklötze erweisen sich zudem viele Verordnungen der Behörden. Was hilft zum Beispiel die Aussicht auf einen Job, wenn Flüchtlinge einen dafür nötigen Führerschein nicht machen dürfen? Hier ist künftig deutlich mehr Flexibilität gefragt.

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Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Aufklärungsbedarf: Sabine Bruhns von der Handwerkskammer Lübeck berät die russische Migrantin Asha Alieva. Foto Olaf Malzahn

Optimisten erkennen im Zuzug vieler Flüchtlinge in den Norden auch eine Chance: die Besetzung vieler vakanter Jobs und Ausbildungsstellen im Zeichen des sich verschärfenden Fachkräftemangels. Diese Chancen sieht auch die für Kiel zuständige Handwerkskammer Lübeck.

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