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Jürgen Küppers zu den Ganztagsschulen

Kommentar Jürgen Küppers zu den Ganztagsschulen

Bislang tragen nur wenige Ganztagsschulen im Norden diese Bezeichnung zu Recht. Denn sie können oft nur in Ausnahmefällen die damit verknüpfte Erwartung erfüllen, Schüler den ganzen Tag über wirklich zu fördern. Gerade an den offenen Ganztagsschulen des Landes ist es oft reine Glückssache, ob Schüler dort wirklich qualifizierte Angebote vorfinden.

Oder doch von pädagogischen Laien mit AGs von Fußball bis Handarbeiten eher betreut als gefördert werden. Gebundene Ganztagsschulen mit ihrem auf den ganzen Tag verteilten Unterricht und darauf abgestimmten Nachmittagsangeboten könnten gezielte Förderung eher leisten. Doch von ihnen gibt es nur 31 im Land. Denn sie sind (zu) teuer.

Jetzt wollen sich zumindest 29 Ganztagsschulen von Experten helfen lassen, ihre Angebote zu verbessern, sie stärker an Bedürfnisse von Eltern und Schülern auszurichten. Das ist zwar noch kein Durchbruch. Es könnte aber ein Anfang sein, wenn dabei gewonnene Erkenntnisse durch den Netzwerkcharakter des Projekts auch an anderen Schulen aufgegriffen und durch Neuausrichtung der Nachmittagsangebote umgesetzt werden. Dass es erst eine Stiftung brauchte, um mit viel Geld diesen dringend nötigen Prozess von außen anzustoßen, wirft kein sonderlich gutes Licht auf die Bildungslandschaft des echten Nordens. Schnelle Verbesserungen sind ohnehin nicht zu erwarten. Es dürfte noch viele Jahre dauern, bis aus neuen Erkenntnissen bessere Angebote erwachsen.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Stiftung Mercator
Foto: Auch Spiel und Spaß stehen an der Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule auf dem Programm, bevor am Nachmittag der Unterricht weitergeht.

Insgesamt 29 Gemeinschaftsschulen und Gymnasien im Norden wollen bei der Optimierung ihrer Ganztagsangebote dazulernen. Dafür schlossen sie sich im Rahmen des Programms „Lernen im Ganztag“ („Liga“) zu einem Netzwerk zusammen. Gefördert wird das dreijährigeAngebot von der Stiftung Mercator mit 834000 Euro.

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