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Jürgen Küppers zum Alkoholkonsum

Kommentar Jürgen Küppers zum Alkoholkonsum

Alles gut beim Thema Jugend und Alkohol? Im Prinzip schon, wenn man die neuen bundesweit erhobenen Zahlen betrachtet – besonders im Langzeitvergleich.

Mit einem Wert von 30,7 Prozent regelmäßig Alkohol konsumierenden Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren sind wir meilenweit entfernt von traurigen Spitzenwerten Mitte der 1970er-Jahre von bis zu 70 Prozent. Nüchtern betrachtet offenbaren die Zahlen aber trotzdem ein ungelöstes Problem: Vor allem bei minderjährigen Mädchen und Jungen, die regelmäßig zu tief ins Glas schauen, gehen Zahlen entweder nur mäßig zurück oder sind in den letzten Jahren sogar leicht gestiegen.

 Woran das liegt, können die Fachleute bislang noch nicht genau sagen. Einig sind sie sich nur, hier mehr tun zu wollen. Was genau, bleibt ebenso unklar. Experten zweifeln aber auch an der Aussagekraft der Zahlen. Diese werden am Telefon durch Befragung der Jugendlichen erhoben – per Festnetzanschluss. Über den seien aber in Smartphone-Zeiten immer weniger junge Menschen zu erreichen. Das könne bedeuten, dass die Statistiker insbesondere viel trinkende Jugendliche im wörtlichen Sinn gar nicht erreichen. Und damit das schöne Bild zunehmenden Alkoholverzichtes deutlich verzerrt wird.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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