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Jürgen Küppers zum Bildungsreport Kiel

Kommentar Jürgen Küppers zum Bildungsreport Kiel

Großer Jubel dürfte zwar nicht aufbranden nach den jetzt präsentierten Daten im aktuellen Bildungsreport zum Übergang von Jugendlichen nach der Schule in Ausbildung oder Studium. Denn die Zahlen von Schülern ohne Anschlussperspektive nach ihrem Abschluss oder ganz ohne einen solchen stagnieren seit Gründung eines Bündnisses von Stadt, Schulen und Unternehmen im Jahr 2013.

Die Werte bei direkten Übergängen in duale Ausbildungsgänge sinken sogar. Stattdessen streben immer mehr Jugendliche nach höheren Schulabschlüssen, weil sie sich davon bessere Jobs und damit Anerkennung versprechen. Aber Zahlen alleine sagen noch nicht die ganze Wahrheit. Zu ihr gehört auch: Das Bündnis hat manches zum Positiven verändert.

Seit 2010 müssen die Schulen zum Beispiel nun Rechenschaft darüber abgeben, ob und wo ihre Absolventen Anschluss finden in Betrieben oder anderen Schulen mit höheren Abschlüssen. Es ist ein großer Gewinn, genau zu wissen, wohin Schülerströme fließen. Das Wissen darum allein reicht aber offensichtlich noch nicht, sie in die gewünschte Richtung zu lenken. Beratung der Fachleute mag so wichtig wie richtig sein. Ihre ins Auge gefasste stärkere Vernetzung auch. Aber Wunder sollten wir davon auch künftig nicht erwarten. Denn ob Jugendliche Schulabschlüsse, Ausbildungen oder Karrieren als Youtube-Star anstreben, basiert selten auf Ratschlägen von Erwachsenen. Eher auf nachahmenswerten Vorbildern.

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Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Bildungsreport Kiel
Foto: Immer mehr Betriebe suchen zwar händeringend nach Azubis. Doch in Kiel entscheiden sich nach wie vor die meisten Jugendlichen für einen weiteren Schulbesuch, weil sie sich von höheren Abschlüssen auch bessere Jobs versprechen.

Die Stadt will ihre Zusammenarbeit mit Schulen, Arbeitsagentur und Wirtschaft ausbauen, um die Zahl unversorgter Schulabgänger zu reduzieren. Laut erstem Bildungsreport hatten am 30. September 2015 elf Prozent der Schüler nach ihrem Abschluss an allgemeinbildenden Schulen noch keine Anschlussperspektive.

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