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Jürgen Küppers zum Kita-Streit

Kommentar Jürgen Küppers zum Kita-Streit

Beim Thema Kinderbetreuung wird es jetzt richtig eng im Norden. In stark wachsenden Kommunen wie Kiel fehlt der Platz für dringend benötigte neue Einrichtungen.

Kiel. Doch vor allem fehlt eine transparente wie gerechte Verteilung finanzieller Lasten. Kommunen und Kreise sind hier in der Zwickmühle: sie wollen (und sollen) Kinderbetreuung zu erschwinglichen Gebühren anbieten und deshalb steigende Kosten nicht eins zu eins auf Eltern abwälzen. Trotzdem gibt es bei Gebühren und Sozialstaffeln kaum nachvollziehbare Unterschiede. Dass das so nicht bleiben kann, ist Kommunalverbänden, Ministerien und Eltern schon seit vielen Jahren klar.

 Jetzt endlich scheint zwar mit einer Absichtserklärung von Land und Kommunalen Landesverbänden etwas Bewegung in die richtige Richtung einzusetzen. Komplett unverständlich bleibt allerdings, warum Kita-Elternvertreter bislang an der Erarbeitung neuer Finanzierungsregeln außen vor blieben. Immerhin sind sie inzwischen bis zu 40 Prozent an den Betriebskosten der Kitas beteiligt. Mitbezahlen, aber nicht mitreden – das sollte in Zeiten Runder Tische und zunehmender Bürgerbegehren längst passé sein. Ist es offenbar aber nicht. Insofern ist der Zorn der Eltern mehr als verständlich.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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