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Jürgen Küppers zum Umbau der Alten Mu

Kommentar Jürgen Küppers zum Umbau der Alten Mu

Nach dem Olympia-Debakel wagt man in Kiel ja schon gar nicht mehr zu träumen. Oder doch? Zwei Initiativen tun es jedenfalls und haben das Land überraschenderweise auf ihrer Seite. Ihre Idee klingt in der Tat vielversprechend: eine Art Branchen verbindende Zukunftswerkstatt für kreative Köpfe vom Tischler bis zum Grafiker auf einem Gelände mit kreativer Tradition.

Denn bis heute tüfteln in den ehemaligen Räumen der Muthesius-Kunsthochschule freie Geister an nachhaltigen Ideen vom „Kieler Honig“ bis zum „Glückslokal“.

Die Fraktion der Bedenkenträger könnte einwenden, die Stadt habe derzeit andere Sorgen, als sich – vor allem angesichts vieler Flüchtlinge – um solchen „Spinnkram“ zu kümmern. Aber genau darum sollten wir uns dringend kümmern. Gerade in einer Hochschulstadt wie Kiel, der die besten Köpfe nach ihrem Studium abhanden zu kommen drohen, weil sie in Kiel keinen Platz zum Spinnen ihrer unkonventionellen Ideennetzwerke für Produkte oder Dienstleistungen von morgen finden. Und ein besserer Platz dafür, mitten in der Stadt, könnte es dafür kaum geben. Das sieht das Land offenbar genauso, spricht von einem „Baustein für einen dynamischen Wissens- und Wirtschaftsstandort“ und einer „Chance für Kiel“. Genauso tönte es bis zum Olympia-Debakel auch. Aber jetzt hätte es das Land selber in der Hand, der Utopie eine Chance zu geben.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Alte Muthesius-Kunsthochschule
Blick in die Zukunft: So könnte nach Vorstellung  von zwei Initiativen das Areal am Lorentzendamm aussehen,  wo früher die Muthesius-Kunsthochschule ihr Domizil hatte. Außer  einem Wohnturm sollen dort auch begrünte Dächer auf den mit Brücken  verbundenen Pavillons entstehen.

Mitten in der Stadt ein „Dorf“ für kreative Köpfe und ihre frischen Ideen: Das wollen zwei Initiativen und sogar das Land, dem das Areal des alten Standorts der Muthesius-Kunsthochschule mit rund 5000 Quadratmetern bebauter Fläche am Lorentzendamm gehört.

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