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Jürgen Küppers zur Bildungsstudie

Kommentar Jürgen Küppers zur Bildungsstudie

Schleswig-Holstein ist in den von der Kultusministerkonferenz beauftragten „Bildungstrends 2016“ noch mal mit einem blauen Auge davongekommen: zwar keine nennenswerten Fortschritte in den Kernfächern Deutsch und Mathematik, aber auch keine so eklatanten Ausrutscher nach unten wie in Berlin oder Bremen.

Schleswig-Holstein ist in den von der Kultusministerkonferenz beauftragten „Bildungstrends 2016“ noch mal mit einem blauen Auge davongekommen: zwar keine nennenswerten Fortschritte in den Kernfächern Deutsch und Mathematik, aber auch keine so eklatanten Ausrutscher nach unten wie in Berlin oder Bremen. Bei aller Vorsicht, die man vergleichender Messung von Bildungsparametern entgegen bringen sollte, wirft die Studie dennoch ein erhellendes Schlaglicht auch auf die Bildungslandschaft im „echten Norden“.

 Zum Beispiel, wie stark auch bei uns Inklusion und Migranten-Integration auf den Unterricht durchschlagen. Nicht nur in so genannten Brennpunkt-Schulen. Selbst viele Grundschulen in gut bürgerlichen Stadtteilen fühlen sich seit Jahren von allen guten Geistern der Politik verlassen. Sie sollen Hochbegabte wie (Lern-)Behinderte in einer Klasse gleichermaßen fördern, Flüchtlingskindern deutsche Sprache und Kultur vermitteln, sie alle gleich gut vorbereiten auf die Anforderungen weiterführender Schulen. Grundschulen leisten an der Basis soziale wie pädagogische Schwerstarbeit. Bislang werden gestiegene Anforderungen aber weder angemessen (finanziell) wertgeschätzt, noch Grundschulen durch mehr Stellen sowie wirklich fundierte Aus- und Weiterbildung gestützt. Dass sich das ändern muss, hat die Bildungsministerin offenbar erkannt. Jetzt steht sie im Wort, Taten folgen zu lassen.

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Bildungsstudie
Die Lesekompetenz  hält das Niveau von 2011.

Viertklässler an deutschen Grundschulen haben heutzutage mehr Probleme in Mathe, Zuhören und Orthografie als noch vor fünf Jahren. Das belegt der IQB-Bildungstrend 2016. Nur die Lesekompetenz ist stabil geblieben.

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