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Konrad Bockemühl zu den Landesmuseen

Kommentar Konrad Bockemühl zu den Landesmuseen

Ja, es stimmt: Es fehlt der Magnet, der im Sommer 2016 auf die Gottorfer Schlossinsel zieht, der Touristen neugierig macht und auch über die Landesgrenzen hinaus strahlt. Die Harald Duwe-Retrospektive kann das, so vielversprechend sie auch im regionalen Fokus ist, gar nicht sein.

Dass rund ums Schloss für 2017 bereits gewichtige Namen wie Emil Nolde und Hans Olde kursieren, mag zeigen, dass man sich des aktuellen Mankos bewusst ist. Und weil bisher erst zwei Sonderausstellungen publik gemacht wurden, könnte ja auch 2016 noch was kommen.

Aber: Die Stiftung im Ganzen hat derzeit viel zu bewegen, weit mehr als in den Jahren zuvor. Mit Blick auf den Neubau für Molfsee oder auch das grundsanierte Eisenkunstgussmuseum in Büdelsdorf kommt das zum Strahlen. Andere Vorhaben, von der Sanierung in Haithabu ganz zu schweigen, haben womöglich nicht die große Außenwirkung, sind aber für die Zukunft unabdingbar: Ohne ein funktionsfähiges Magazin als Herz des Gesamtbestandes geht es, gerade mit Blick auf die Volkskunde, nicht mehr. Ohne Digitalisierung und Inventarisierung verliert man nicht nur den Überblick, sondern verpasst auch eine neue mediale Darstellungsebene. Ohne Masterplan, ein Update auf aktuelle Bedürfnisse und Gewohnheiten der Museumsbesucher, geht Beachtung verloren. Das alles ist erkannt und in Arbeit. Es kostet viel Geld, Kraft und viele Ressourcen. Und verlangt wohl auch die Stärke, bei den Sonderausstellungen mal leicht zurückzustecken.

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Konrad Bockemühl
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Großes Programm für 2016
Foto: Neue, modellhafte Wege in der Vermittlungsarbeit: Animierter Blick ins Eisenkunstgussmuseum Büdelsdorf.

Dass der leitende Direktor verschnupft vor die Presse trat, als es um Bilanz und Ausblick der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen ging, ist einzig und allein Claus von Carnap-Bornheims Gesundheitszustand zuzuschreiben. Die Stimmung ist „vergnügt und fröhlich“.

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