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Kristian Blasel zu den Hotelpreisen

Kommentar Kristian Blasel zu den Hotelpreisen

Wenn ein Internetportal über Hotelpreis-Zuschläge von bis zu 180 Prozent berichtet, dann riecht das nach Wucher. Ist es aber nicht. Was sich auf dem Übernachtungssegment alljährlich zur Kieler Woche abspielt, entspricht schlichtweg dem Gesetz des Marktes.

Die Nachfrage steigt rasant, der Preis tut das folglich auch. Und in diesem Fall ist dies kein Gesetz, das Anlass zum Aufschrei sein sollte. Im Gegenteil: Der Kieler Hotellerie tut es gut, einmal im Jahr aus dem Vollen schöpfen zu können. Wem das zu teuer ist, der muss sich weiter weg ein Quartier suchen – oder zu Hause bleiben. Diese Erfahrung macht jeder Besucher, der in München zur Oktoberfest-Zeit übernachten möchte oder in Köln während der Karnevalstage.

Aus wirtschaftlicher Sicht noch erfreulicher ist es jedoch, dass Kiel ganz offensichtlich auch jenseits dieser besonderen Juni-Woche für das Hotelgewerbe an Attraktivität gewonnen hat. Die vielen Hotelprojekte, die in jüngster Zeit bekannt geworden sind, belegen, welches Potenzial noch in der Landeshauptstadt gesehen wird. Offenbar rechnen sich einige Investoren gute Chancen aus, in dem Segment an der Förde Geld verdienen zu können. Bis zu 1200 zusätzliche Betten, so hat eine Bedarfsstudie ergeben, könne die Stadt noch gut gebrauchen. Gerade wer auf günstige Übernachtungen hofft, sollte sich über diese Aussicht freuen. Denn das vergrößerte Angebot wird zumindest außerhalb der Kieler Woche zwangsläufig zu sinkenden Preisen führen. Auch das gehört zur Logik des Marktes.

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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Kieler Woche
Foto: Das Steigenberger Conti Hansa nimmt fast 100 Prozent Preisaufschlag zur Kieler Woche.

Zur Kieler Woche steigen wieder die Preise für Übernachtungen. Die Hoteliers mitten in der Stadt sollen zur Windjammerparade nach einer Umfrage des Internetportals Check24 im Schnitt 180 Prozent mehr nehmen als normal. 

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