20 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Kristian Blasel zum Fall Todeskino

Kommentar Kristian Blasel zum Fall Todeskino

Nein, Kritik am „Peter“ sei nicht der Grund dafür, dass die Partei die Abkürzung über die Ratsversammlung diesmal gar nicht erst versucht. Das kann man den Grünen glauben oder nicht.

Sicher ist jedoch: Mit der Entscheidung, den nächsten Baudezernenten per Ausschreibung zu ermitteln, hat die Partei Bürgermeister Peter Todeskino alles andere als den Rücken gestärkt. Nun hängt seine Zukunft in Kiel ganz entscheidend davon ab, an welchen Mitbewerbern er sich messen muss. Und davon, wie sich die Stimmung innerhalb der Kooperation in den nächsten heiklen Wochen entwickelt.

Die Personalie Todeskino ist nämlich nun ein weiterer von vielen Streitpunkten, mit denen sich Grüne, Sozialdemokraten und SSW in diesem Herbst befassen müssen. Neben dem ungelösten Dauerkonflikt über den Windpark Meimersdorf kommt in Kürze die aufgeschobene Debatte um die Zukunft des Flughafens Holtenau hinzu. Das Gutachten, das bald vorliegen soll, wird genügend Interpretationsraum für Reibereien lassen. Die Grünen wollen Holtenau bekanntlich stilllegen, um die Stadt von Subventionszahlungen zu befreien. Für die SPD ist der Flughafen dagegen unverzichtbarer Bestandteil moderner Infrastruktur. Da wird ein Kompromiss, gelinde gesagt, nicht ganz einfach.

Todeskino-Gegner, von denen es nicht nur in Opposition und Wirtschaft zahlreiche gibt, werden die neue Situation zudem nutzen, um Alternativen zum Amtsinhaber intensiv vorzubereiten. Die schmallippige Stellungnahme der SPD am Freitag lässt bereits erahnen, dass es um die Grünen in den nächsten Wochen ziemlich einsam werden könnte.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr zum Artikel
Stelle des Dezernenten
Foto: Will gerne weitermachen: Peter Todeskino.

Die Ratsfraktion der Grünen möchte, dass die Stelle des Dezernenten für Stadtentwicklung neu ausgeschrieben wird. Damit muss sich Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne), der dieses Amt seit dem Jahr 2005 innehat, um die Position erneut offiziell bewerben.

  • Kommentare
Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus KN-Kommentare 2/3