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Kristian Blasel zur Festnahme des Verdächtigen

Kommentar Kristian Blasel zur Festnahme des Verdächtigen

Drohbriefe, Erpressungsforderungen, vergiftete Süßigkeiten: Die vergangenen Tage boten alles, was die Schleswig-Holsteiner gemeinhin nur am Sonntagabend als unterhaltsame Tatort-Folgen ab 20.15 Uhr im Fernsehen erreicht. Diesmal war es jedoch bittere Realität.

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Kristian Blasel, KN-Lokalchef Kiel: „Kiels schrecklichster Tatort ist jetzt Geschichte.“

Quelle: Kieler Nachrichten

Kiel. Und unterhaltsam war der Erpressungsfall Coop in keinem Moment. Der Täter hat mit seinen skrupellosen Drohungen Eltern, Kinder, Lehrer auf perfide Art und Weise in Panik versetzt. Er hat hemmungslos mit Gefühlen und Ängsten von unschuldigen Menschen gespielt, die in vielen Fällen noch länger darunter zu leiden haben werden. Was auch immer den Täter angetrieben hat: Dies ist Kriminalität in schändlichster Form.

Viel Lob hat die Polizei am Montag für ihren raschen Fahndungserfolg bekommen – und dies zu Recht. Nach dem ersten Giftfund hat die Landespolizei mit aller Konsequenz reagiert. Einerseits wurde mit dem gut vorbereiteten Großeinsatz am Freitagmorgen jedes Restrisiko für die Kinder und Lehrer an den bedrohten Schulen ausgeschlossen. Andererseits wurde mit dem Zugriff offenbar so lange gewartet, bis sich die Ermittler ihrer Sache absolut sicher waren. Dass Montag der Unterricht uneingeschränkt und angstfrei stattfinden konnte, ist ein Segen für die Stadt.

Es wird noch dauern, bis wieder Normalität einkehrt. Bilder von Experten, die in Schutzanzügen durch Schulgebäude stapfen, lassen sich nicht über Nacht verdrängen. Trotzdem darf jetzt durchgeatmet werden: Kiels schrecklichster Tatort ist Geschichte.

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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Coop-Erpresser
Foto: Die Polizei stürmte die Wohnung in der Kieler Innenstadt.

Aufatmen in Kiel: Ein SEK hat am Montagmorgen den mutmaßlichen Coop-Erpresser festgenommen. Um 4.01 Uhr stürmten Beamte die Wohnung eines 38-jährigen Deutschen in der Kieler Innenstadt. Polizei und Staatsanwaltschaft sind sich sicher, den Täter gefunden zu haben. Dieser soll allein gehandelt haben.

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