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Kristian Blasel zur kritischen IHK-Studie

Kommentar Kristian Blasel zur kritischen IHK-Studie

Eine bessere Breitbandversorgung. Weniger Schulabbrecher. Eine effizientere Verwaltung. Das möchte eigentlich jeder. Folglich sind manche Schlussfolgerungen, die die drei Industrie- und Handelskammern im Land aus ihrer Industrie-Studie ziehen, auf den ersten Blick mehr eine Wünsch-Dir-Was-Liste.

Jede Fraktion im Landtag könnte diese Ziele unterschreiben. Und jede Landesregierung ist bislang daran gescheitert, diesen gesellschaftlichen und ökonomischen Idealzustand zu erreichen. Die Sehnsucht der Wirtschaft nach niedrigeren Strompreisen und einem einfacheren Steuerrecht wiederum wird auch von Unternehmern in Garmisch-Partenkirchen geteilt. Sie kann kaum durch politische Entscheidungen in Kiel befriedigt werden.

Trotzdem sollte die amtierende Landesregierung das Papier ernst nehmen. Denn dass Schleswig-Holsteins Industrie sich konstant unter dem Bundesdurchschnitt entwickelt, ist kein unabänderliches Naturgesetz. Und dass der aktuelle Zuschnitt der Ministerien sich weniger an den Bedürfnissen einer optimalen Industriepolitik orientiert als an den Empfindlichkeiten einer Drei-Parteien-Koalition, ist traurige Wahrheit. Bis zur nächsten Landtagswahl wird sich daran kaum etwas ändern. Aber danach besteht durchaus die Chance, die Industrieverantwortung in einem Ressort stärker zu bündeln. Zumindest das ist mit der Studie erreicht: Die IHK Schleswig-Holstein hat den Finger rechtzeitig in die Wunde gelegt.

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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Kritik an Wirtschaftsministerium
Fordert politische Änderungen "für eine starke Industrie in Schleswig-Holstein": IHK-Präsidentin Friederike C. Kühn.

Die Unternehmen in Schleswig-Holstein gehen mit der Industriepolitik der Landesregierung hart ins Gericht. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schleswig-Holstein fordert eine Bündelung der politischen Verantwortung im Wirtschaftsministerium. Derzeit sei die Verantwortung auf zu viele Ministerien verteilt, sagte IHK-Präsidentin Friederike C. Kühn. „Eine Industriepolitik aus einer Hand lässt sich bei dieser Zuständigkeitsverteilung nicht gestalten.“

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