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Kristiane Backheuer zur Zustellung der Paketfirmen

Kommentar Kristiane Backheuer zur Zustellung der Paketfirmen

Die Paketfirmen haben ein großes Problem. Immer mehr Menschen bestellen ihre Waren online. Immer mehr Pakete sind von A nach B in der Welt unterwegs. Kein Wunder, dass es da immer wieder zu Pleiten, Pech und Pannen kommt.

Mal irrt das Paket durchs Nirwana, mal hat der Zusteller keine Zeit, die vielen Treppenstufen bis in den vierten Stock zu laufen, mal fährt ein bestellter Kühlschrank tagelang im Postauto durch die Gegend.

Bessere Arbeits- und Einkommensbedingungen würden da schon einiges entschärfen. Doch den Firmen einfach nur Profitgier und Kostenminimierung vorzuwerfen, ist zu einfach.

Unsere Gesellschaft ist im Wandel. Und das ist noch nicht überall in den Chefetagen angekommen. Es ist dringend nötig, über neue Zustellformen und andere Zustellzeiten nachzudenken. Und da ist die Deutsche Post schon ein ganzes Stückchen weiter. Mit den neuen Paketstationen – in Schleswig-Holstein gibt es bereits mehr als 80 Stück – bekommt der Kunde seine Unabhängigkeit zurück. Auch die digitale Welt könnte sich die Branche mehr zunutze machen. Schon jetzt gibt es Programme in der Schublade, die es dem Kunden ermöglichen, seine Zustelloptionen bis kurz vor der Haustür zu wählen. Denn eigentlich ist es ja ganz einfach, uns Käufer glücklich zu machen: Wir wollen nur selbst entscheiden, wie und wann wir unsere bestellten Waren bekommen. Wir warten auf die Zustellung 4.0.

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Kristiane Backheuer
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Nicht alle DHL-Paketzusteller sorgen für glückliche Gesichter bei den Kunden. Nachdem unsere Zeitung einen Fall schilderte, in dem  sich der Zusteller weigert, in den vierten Stock zu steigen, erzählten etliche Leser von ähnlichen Fällen.

Damit hatte der Kieler Jurastudent Tobias Brandenburg bestimmt nicht gerechnet. Mit seiner Kritik an seinem DHL-Zusteller, der sich weigert, die Pakete in den vierten Stock zu bringen, hat der 24-Jährige eine wahre Reaktionsflut ausgelöst.

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