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Lutz Timm zu Senioren und Medien

Kommentar Lutz Timm zu Senioren und Medien

Die Ärztekammer, der Seniorenrat und der Gesundheitsökonom Fritz Beske schlagen aus gutem Grund Alarm: Wenn Nuschler und Schnellredner nicht ausgebremst werden, schaltet eine ganze Bevölkerungsgruppe ab – und zwar zwangsläufig, weil sie den Inhalt durch schlechte Akustik nicht mehr erfassen kann.

Das sollte auch den schwerhörigsten Programmchef aufrütteln. Schließlich ist die wachsende „Goldene Generation“ eine zunehmend selbstbewusste, finanzstarke und damit äußerst interessante Zielgruppe.

 Auch wenn belastbare Zahlen bisher fehlen, der Vorstoß der Kampagne ist weit mehr als Nörgelei über den Verfall der sprachlichen Sitten in Radio und Fernsehen. Wenn grob geschätzt ein Drittel der Bevölkerung mehr oder minder große Verständnisprobleme hat, muss auch bei den Produzenten das Grübeln einsetzen – allemal, wenn es sich um gebührenfinanzierte Sendungen handelt. Wer regelmäßig die Einschaltquoten misst, der sollte auch qualifiziert erfassen, wie es um die Verständlichkeit des Produkts bestellt ist. Stimmt das Ergebnis nicht, muss Klartext geredet werden.

 Mit der Kritik an den Machern von Funk und Fernsehen ist es aber nicht getan. Auch Politiker und Verbandsvertreter sollten vor öffentlichen Äußerungen lieber einmal tief durchatmen. Stellen sie sich dabei die Frage, ob drei klare Sätze besser sind als sieben überfrachtete, ist viel gewonnen. Und das nicht nur für Senioren. Klar formulierte Aussagen kommen bei allen Bürger besser an.

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