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Martina Drexler zu Kiels Hotelplänen am Bootshafen

Kommentar Martina Drexler zu Kiels Hotelplänen am Bootshafen

Eine leichte Delle bedeutet noch keine Trendwende: Auch wenn die Übernachtungszahlen in Kiel gegenüber dem Vorjahr im ersten Quartal zurückgingen, erwarten nicht nur städtische Marketing-Experten schon wegen des anhaltenden Kreuzfahrer-Booms weiter wachsende Touristen-Zahlen.

Auch Investoren verbreiten Aufbruchstimmung, wenn sie auf die baldige Fertigstellung von Hotels in der Innenstadt hinweisen. Man kann sicher sein: Zweistellige Millionen-Investitionen riskiert nur derjenige, der nach genauer Marktbeobachtung vom Erfolg seines Projekts überzeugt ist.

 Blickt man in vergleichbar große Städte, hat Kiel sicher noch Potenzial für Hotels. Skeptisch stimmt lediglich, dass die derzeit geplanten mehreren hundert Betten zu einem Verdrängungswettbewerb führen könnten, zumal sich die Betreiber alle im Drei-Sterne bis Drei-Sterne-Plus-Segment positionieren wollen. Behaupten werden sich diejenigen, die so schnell wie möglich auf den Markt kommen und die Nachfrage nach spezifischen Angeboten erfüllen. Vor dem Hintergrund ist der Optimismus der Entwickler am Bootshafen verständlich: Sie springen nämlich in eine Lücke und bieten Gästen zu annehmbaren Preisen Zimmer und Appartements für einen längeren Zeitraum in einer Traumlage an. Auch die Einheimischen können sich freuen. Nach jahrelangem Leerstand verschwindet eine hässliche Betonhäuserzeile, um Platz zu machen auch für Wohnungen, Geschäfte und Gastronomie.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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