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Martina Drexler zu Kiels Spielhallen

Kommentar Martina Drexler zu Kiels Spielhallen

Seit einigen Jahren senden Politik und Stadtverwaltung in Kiel eindeutige Signale aus: Sie wollen so wenig Wettbüros und Spielhallen wie möglich. So gilt schon heute, dass die Stadt umgehend über das Baurecht eingreifen kann, wenn etwa nach bereits drei vorhandenen Spielhallen eine weitere Einrichtung in einer Straße ihren Betrieb öffnen will.

Für Betreiber ein harter Kurs, für die Stadt eine Notbremse.

Die neuen Leitlinien gehen jetzt mit Blick auf die steigenden Anfragen noch ein Stück weiter: Sie sollen die Vergnügungsstätten im Zentrum auf drei bereits über Jahrzehnte etablierte Zonen begrenzen. Für den Vorstoß gibt es einen Anlass. In dem „C&A-Block“ am Bootshafen wollte ein Betreiber eine Erdgeschoss-Teilfläche als Wettbüro nutzen.

Ob Spielhallen, Wettbüros oder Sexshops – tummeln sich zu viele davon in einem Gebiet, vertreiben sie anderes Gewerbe. Ohne einen gesunden Branchenmix aber droht sich die Abwärtsbewegung eines Quartiers zu beschleunigen. Vor diesem Hintergrund ist es logisch, dass die Stadt versucht, die Vergnügungsstätten vor allem aus den Einkaufsmeilen der Innenstadt und zentraler Versorgungsbereiche herauszuhalten. Die klare Regelung für alle, die ihr Geld mit dem Vergnügen machen, geht also in die richtige Richtung. Die Stadt muss jedoch verhindern, dass sie sie durch zu viele Ausnahmeregelungen wieder aufweicht.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Bauausschuss
Foto: Ginge es nach der Stadt, soll das Aufstiegsbauwerk des Casinos verschwinden.

Immer mehr Spielhallen und Wettbüros wollen sich in Kiels Innenstadt niederlassen. Für die Verwaltung ein Dorn im Auge: Sie zog angesichts der Gefahr „unverträglicher Häufungen“ samt städtebaulicher Abwertung im Zentrum die Notbremse.

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