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Martina Drexler zu Studentenzahlen

Kommentar Martina Drexler zu Studentenzahlen

Da erwarten die Hochschulen durch die doppelten Abiturjahrgänge eine deutliche Mehrbelastung, doch von allen Seiten heißt es: Wir sind organisatorisch, räumlich und personell gut vorbereitet, die vielen Neuen aufzunehmen.

Dabei ist es gerade mal ein gutes Jahr her, dass die Hochschulen, allen voran die Kieler Universität, angesichts ihrer Unterfinanzierung die Befürchtung, den Ansturm nicht bewältigen zu können, lautstark im Landeshaus vorbrachten.

Mit ihrem Protest und den Warnungen vor heillosem Chaos hatten sie Erfolg: Die Landesregierung bewilligte ihnen etliche Zusatzmillionen. Sie helfen jetzt der Landesuniversität, zusätzliche Lehrkräfte einzustellen und damit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Sie kann mehr Studierende aufnehmen, aber auch dem wissenschaftlichen Nachwuchs, der sich bisher allzu oft von Kurzvertrag zu Kurzvertrag hangeln musste, bessere Perpektiven als bisher bieten. Zumal seit diesem Monat das Zeitvertragsgesetz greift, das wissenschaftlichen Mitarbeitern mehr Planungssicherheit bieten soll.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Abiturjahrgänge deutlich kleiner ausfallen als erwartet, was gewaltig Druck von den Hochschulen nimmt. Die Landesregierung musste einräumen, dass viele G8-Turbo-Schüler auf der Strecke blieben und erst später in Ausbildung oder Studium drängen werden. Die gute Nachricht aber zumindest für 2016 lautet: Jeder Abiturient hat große Chancen auf einen Studienplatz.

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Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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6500 Neu-Studenten
Foto: Wegen des doppelten Abitur-Jahrgangs rechnet die Kieler Universität in diesem Jahr mit rund 6500 neuen Studierenden.

Etwa 19000 junge Menschen erlangen wegen der doppelten Abiturjahrgänge in diesem Jahr landesweit die Hochschulreife. Die Folge: volle Hörsäle und ein Ansturm auf die Hochschulen. Allein die Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) als größte Hochschule rechnet mit etwa 6500 Studienanfängern.

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