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Martina Drexler zu den Erstsemester-Zahlen

Kommentar Martina Drexler zu den Erstsemester-Zahlen

In den Hörsälen in Kiel wird es eng: Erfüllen sich die Prognosen für die nächsten drei Jahre, werden an allen drei Hochschulen insgesamt mehr als 36.000 Menschen studieren. Dabei haben die Universität und die Fachhochschule schon lange ihre Kapazitätsgrenzen gesprengt.

Die Not macht bekanntlich erfinderisch. Die Fachhochschule stellte Container auf, um den Platzmangel in übervollen Räumen zu lindern, an der Universität wurden schon mal Vorlesungen zweimal hintereinander gehalten.

Der doppelte Abi-Jahrgang, der fast allen Hochschulen im Norden steigende Studierendenzahlen beschert, stellt riesige Herausforderungen an Logistik und Organisation. Vor dem Hintergrund kann man sich nur über die Gelassenheit der Hochschulleitungen wundern, mit der sie dem Wintersemester entgegensehen. Neue Studiengänge, neue Gebäude, neue Zeiten für den Lehrbetrieb – die Möglichkeiten der nach wie vor unterfinanzierten Hochschulen sind schließlich endlich. Und doch könnte sich der Andrang sogar als Chance darstellen, nämlich dann, wenn es dank der aufgestockten Mittel von Bund und Land gelänge, das Betreuungsverhältnis zwischen Dozenten und Studierenden zu verbessern. Auf einen Dozenten kommen hierzulande 38 Studierende, während es im Bundesdurchschnitt 25 sind. Ohne neue Professuren und Dozenten-Stellen wäre das Versprechen der Hochschulen an ihre neuen Studierenden, die Qualität der Lehre und Forschung zu erhalten, kaum zu erfüllen.

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Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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