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Martina Drexler zu den Kleingärten

Kommentar Martina Drexler zu den Kleingärten

Grüne Oasen in der Stadt versprechen Ruhe und Entspannung. In Kiel droht jedoch ein handfester Streit die Idylle zu stören. Stadtobere und Politiker werden zwar nicht müde, die Arbeit von Tausenden Kleingärtnern in Kiel für die Instandhaltung städtischer Grünflächen zu loben.

Wegen der Ungereimtheiten in der Buchführung liegen sich Verwaltung und der Kleingärtner-Verband aber seit Jahren immer wieder in den Haaren. Zum Teil wichen Zahlen von früheren Angaben ab. Belege fehlten ganz, auch weil der Verband auf den Datenschutz pochte.

Das offensichtliche Chaos in den Abrechnungen sollte eigentlich mit dem Abschluss eines neuen Generalpachtvertrages ab 2014 enden. Aber die Zahlungsaufforderung, mit der die Stadt jetzt Druck macht, zeigt: Das scheint ebenso gescheitert wie der Versuch eines Neustarts. Beim Geld hört die Freundschaft auf, zumal wenn sich beide Seiten noch nicht einmal über Berechnungsgrundlagen einig sind.

Die Stadt muss sich vorwerfen lassen, ihre Pflicht zur finanziellen Überwachung viel zu lang vernachlässigt zu haben. Der Verband wiederum scheint mit der Aufgabe überfordert, die Pachteinnahmen einzutreiben. Kein Wunder, finden sich an der Spitze keine Profis, um eine solch große und wichtige Organisation zu managen. Andere Kommunen machen es vor: Schon in ihrem eigenen Interesse sollte die Stadt die Finanzführung der Kleingärten übernehmen. Nur so könnte wieder Ruhe einkehren.

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Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Stadt verlangt Zahlungen
Foto: Ärger in der Kleingarten-Idylle in Kiel: Verband und Stadt sind sich wegen der Abrechnungen nicht grün.

Zwischen der Stadt Kiel und dem Kreisverband der Kleingärtner ist eine neue Eiszeit ausgebrochen. Beide Seiten, die durch einen Ende 2013 geschlossenen Generalpachtvertrag eigentlich frühere Spannungen ausräumen wollten, streiten sich jetzt über die Höhe ausstehender Zahlungen.

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