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Martina Drexler zum Kieler Lichtspiel

Kommentar Martina Drexler zum Kieler Lichtspiel

Vermutlich wissen Sie auch nicht genau, was sich hinter dem Begriff Crowdfunding verbirgt. Kein Wunder: Das recht junge Instrument, Projekte oder Firmengründungen kurzfristig und zweckgebunden über das weltweite Netz zu finanzieren, ist noch weitgehend unbekannt.

Kiel. Das erste Kieler Lichtspiel so zu finanzieren, war daher ein Experiment in Sachen Stadtmarketing und Kulturförderung. Viele fanden die Idee, einen Anglerfisch über die Rathausfassade schwimmen zu lassen, zwar toll. Und trotzdem ist sie gescheitert, weil es den Verantwortlichen offenbar nicht gelang, das virtuelle Spendensammeln verständlich zu machen. Eine vertraute, über eine längere Zeit laufende Aktion mit Banküberweisungen hätte wohl mehr Erfolg gehabt. Schade, so wird es im November kein Lichtspiel in Kiel geben. Ein Beinbruch ist das aber nicht. Aus Fehlern kann man schließlich lernen, und die machen Initiatoren halt eher, wenn sie Neues wagen.

Es gibt Gründe, der Lichtkunst gerade in Kiel eine zweite Chance zu gönnen. Zum einen entfalten hier Studenten und Studentinnen erstaunliche Kreativität, trockene Theorie in leuchtende Praxisbeispiele umzusetzen – der Anglerfisch fürs Rathaus entstand an der Fachhochschule, das Tetris-Spiel in XXL auf dem Universitätsgebäude machte bundesweit Schlagzeilen. Zum anderen zeigte der Besucherstrom zum Lichterfest 2014, wie gern sich Kieler verzaubern lassen. Also: Kopf hoch und Licht an.

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Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Lichtspiel in Kiel
Foto: Ausgeleuchtet: Auch die Werbe-Initiative für das Kieler Lichtspiel am Uni-Hochhaus war vergebens.

Der Traum vom ersten Kieler Lichtspiel ist geplatzt: Statt der nötigen 60000 Euro an Spenden kamen innerhalb der Frist nur 18879 Euro von 247 Unterstützern zusammen. Das Geld werde allen zurückgezahlt bzw. gar nicht eingezogen, versichert Uwe Wanger, Geschäftsführer von Kiel-Marketing.

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