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Martina Drexler zum Neubau-Konzept der CAU

Kommentar Martina Drexler zum Neubau-Konzept der CAU

Die Kieler Universität steht vor einem radikalen Umbau. Während des laufenden Betriebs wandelt sie sich in den nächsten Jahren zu einer Großbaustelle. Die Neugestaltung des Anger-Ensembles kann dabei getrost als ein Herzstück gelten.

Dass sich alle Beteiligte mit der Unterzeichnung des Rahmenplans für ein gemeinsam abgestimmtes Gesamtkonzept mit Qualitätsanspruch entschieden haben, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg der dringend notwendigen Erneuerung. Die Kieler Universität profiliert sich zunehmend bundesweit als herausragender, attraktiver Hochschulstandort. Das Weiterkommen beim Bund-Länder-Wettbewerb „Exzellenz-Strategie“ und die Millionenspritze für neue Professorenstellen sind aktuelle Beispiele dafür.

Spitzen-Lehre und Spitzen-Forschung sind aber nicht möglich, wenn man fürchten muss, bei heftigem Wind den Seminarraum verlassen oder wegen zugiger Fenster die Vorlesung im Mantel verfolgen zu müssen. Es führt kein Weg daran vorbei: Die Landesregierung wird viele Millionen Euro aus verschiedenen Fördertöpfen für Sanierung und Neubau beisteuern müssen. Zumindest, wenn man sie beim Wort nimmt, wie wichtig sie die CAU als Aushängeschild für Schleswig-Holstein und dessen Zukunft bewertet. Bei der Präsentation des Rahmenplans Anger blieb vieles im Vagen, auch die schwierige Finanzierung. Wie viel Geld wann kommt, das müssen die Ministerien bald klären. Sonst bleibt das von allen gelobte Gesamtkonzept viel zu lange in der Schublade.

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Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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