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Martina Drexler zum Seniorenticket

Kommentar Martina Drexler zum Seniorenticket

Endlich ist die Einführung des Seniorentickets für Kiel in Sicht. Ein Anreiz, vom Auto auf den Bus umzusteigen und eine wertvolle Unterstützung der Mobilität von Älteren – das waren zwei der Hauptgründe, warum etliche Städte ihren Einwohnern ab 65 Jahren schon lange ein entsprechendes Angebot machen.

Sie fahren gut damit, zumal der Anteil der Älteren und damit der potenziellen Kunden wegen des Bevölkerungswandels in den nächsten Jahren deutlich steigt. Wachsen wird zudem die Zahl derjenigen, die mit einer geringen Rente klarkommen müssen. So überzeugt neben der ökologischen auch die soziale Komponente des Rabatts, das Budget Älterer ein wenig zu entlasten

 Doch bisher geriet die politisch breit unterstützte Forderung nach einer landesweiten und einheitlichen Regelung in Schleswig-Holstein immer wieder in die Warteschleife. Dass Kiel jetzt Druck macht und vorprescht, ist richtig, auch wenn das Flickwerk verschiedener Tarifmodelle damit um ein weiteres bereichert wird.

 Von einem Seniorenticket könnten tatsächlich viele profitieren, wäre da nur nicht die ungewisse Finanzierung. Die erste Schätzung der hochverschuldeten Stadt Kiel geht von bis zu 200000 Euro aus, die sie an zusätzlichen Zuschüssen bei einem Alleingang zahlen müsste. Das Seniorenticket auf Probe ist trotzdem einen Versuch wert, zumal es einen Notausstieg bietet. Viel wahrscheinlicher ist es jedoch ein Erfolg.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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