23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Martina Drexler zum UKSH

Kommentar Martina Drexler zum UKSH

Eines muss man der Chefetage des Uni-Klinikums lassen: Es ist schon ein starkes Signal der Geschlossenheit, wenn alle 54 Klinikdirektoren in Kiel und Lübeck den Brandbrief unterschreiben.

Gleich wer das Sagen in der neuen Landesregierung haben wird, die Botschaft ist eindeutig: Das Krankenhaus der Maximalversorgung nimmt auch als größter Arbeitgeber im Land die Politik in die Pflicht, es in seiner Forderung nach einer besseren Finanzierung deutlich stärker als bisher zu unterstützen. Nur dann könne die medizinische Leistungsfähigkeit im Wettbewerb auf Dauer gesichert werden.

 Es wird schwer, dieses Argument zu entkräften, zumal das Klinikum auf unfaire Behandlung verweisen kann. Da ist die chronische Ungerechtigkeit beim Basisfallwert, über den die Gesundheitsleistungen abgerechnet werden. Warum Kliniken außerhalb Schleswig-Holsteins deutlich mehr bekommen, ist nicht zu begründen. Nur haben bisher alle Verhandlungen nichts genutzt. Es ist daher höchste Zeit, dass Schleswig-Holstein vor dem Bundesverfassungsgericht klagt.

 Würde die zweite Ungerechtigkeit ausgeräumt, müsste das Land die Zeche selbst zahlen – zu Recht. Es kann nicht angehen, dass es den Grundsatz der Gleichbehandlung beim Mega-Umbau des eigenen Krankenhauses aushebelt, um die Schuldenbremse einzuhalten, während alle anderen Kliniken bei den Baukosten weitgehend entlastet werden. Die neue Landesregierung wird sich warm anziehen müssen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

Gewinnspiele

Kostenlos mitmachen
und mit etwas Glück
jetzt gewinnen!

Veranstaltung in...

Aktuelle
Veranstaltungen
und Tagestipps!

Anzeige
Mehr aus KN-Kommentare 2/3