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Martina Drexler zur Förderung des Landes

Kommentar Martina Drexler zur Förderung des Landes

Schleswig-Holstein gehört als Wissenschaftsstandort mit seiner 0pen-Access-Initiative bundesweit zu den Vorreitern. Ähnliche Vorstöße für freien Zugang zu Daten, Studien und Forschungsentdeckungen gibt es bisher nur in Sachsen und in Baden-Württemberg.

Dabei hat die Digitalisierung bereits die gesamte Bildungslandschaft in Deutschland erreicht und alte Strukturen der Information, der Lehre und des Lernens über Bord geworfen.

Wer hier in Zukunft an vorderster Stelle mitgestalten will, muss jetzt handeln. Daher gilt es, das Konzept des Ministeriums, wonach bereits vorhandene Kompetenz an den Hochschulen und Bibliotheken gebündelt, in eine Strategie gefasst und finanziell gefördert werden soll, so schnell wie möglich umzusetzen.

Ein Turbo für die Forschung über freie Veröffentlichung wissenschaftlicher Ergebnisse wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Denn wenn jeder Dokumente lesen, herunterladen, speichern und verlinken könnte, erleichtert dies nicht nur wissenschaftliches Arbeiten. Die freie Verfügbarkeit, argumentieren verschiedene Initiativen zu Recht, helfe auch, die digitale Kluft – den ungerecht verteilten Zugang zu elektronisch gespeichertem Wissen zwischen Entwickluingsländern und Industriestaaten – zu schmälern. Ein ungehinderter und schneller Wissensfluss kann, so die große Hoffnung, exzellente Forschung vorantreiben. Davon kann das ganze Land nur profitieren.

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Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Geld für die Uni Kiel
Foto: Elke Wischermann (links) und Anja Pistor-Hatam zeigen Rolf Fischer einen historischen Schatz: den Bibelkommentar „Nicol De Lyra“ von 1481.

Was in den Bibliotheken der Hochschulen in Regalen lagert, sind zum Teil kostbare Schätze. Um dieses historische, vom Zerfall bedrohte Schriftgut zu erhalten, übergab Staatssekretär Rolf Fischer (SPD) an der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) am Donnerstag Förderbescheide.

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