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Martina Drexler zur Olympia-Bewerbung

Kommentar Martina Drexler zur Olympia-Bewerbung

Wer den Auftakt des Olympia-Forums in Kiel verfolgte, gewann schnell den Eindruck, dass in Kiel die Olympia-Mehrheit bereits sicher steht. Optimismus und sogar ein bisschen Stolz auf die eigene Stadt machen sich breit. Kiel will und kann Olympia, wie gerade mal wieder die jüngste Kieler Woche bewies.

Allein die Bewerbung beflügelt, verschafft dem Segelsport Rückenwind und der gesamten Stadt einen kräftigen Identifikationsschub. Dazu kam gestern die Nachricht, dass für Kiel das finanzielle Risiko überschaubar zu sein scheint.

Alles wunderbar? Nein, es gibt noch viel zu tun an Überzeugungsarbeit, um die nächste Hürde zu nehmen: Nur, wenn Hamburg und Kiel ehrlich im Umgang mit den Risiken sind, Respekt gegenüber den Kritikern zeigen und größtmögliche Kostentransparenz liefern, kann es gelingen, eine breite Mehrheit beim Bürgerentscheid für die Spiele zu begeistern. Sie wäre ein ganz entscheidendes Pfund im Wettkampf mit den anderen Olympia-Kandidaten.

Das Votum ist jedoch kein Selbstgänger. Außerhalb der Wirtschaft und des Sports ist den meisten Bürgern in Kiel noch unklar, wie sie und ihre Familien von Olympia profitieren könnten. Um deutlich mehr Leute für die Abstimmung zu mobilisieren, sollten die Olympia-Macher daher den Rat von Sylvia Nowack, Vorstandsmitglied im Landessportverband, beherzigen: Schon bei der Planung und Vorbereitung darauf zu achten, Olympia nicht zur reinen Männersache zu machen.

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Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Olympia-Bürgerentscheid
Foto: Die Landeshauptstadt nimmt Kurs auf Olympia: Schon die Kieler Woche stand im Zeichen der olympischen Ringe. Justus Schmidt und Max Boehme segelten in der olympischen 49er-Klasse.

Die Olympia-Befürworter drücken aufs Tempo und läuten die heiße Phase ein. Den nächsten „Meilenstein“ vor Augen, die Bürgerentscheide in Hamburg und Kiel am 29. November, warben sie am Montag auf dem neu gegründeten „Forum Olympia“ beim Landessportverband in Kiel eindringlich für eine Zustimmung jenseits der 70 Prozent plus.

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